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Schulabstinenz: Unsere pädagogischen Ansätze zur Unterstützung betroffener Schülerinnen und Schüler

Wichtig zu Wissen

Schulabstinenz ist ein ernsthaftes und oftmals komplexes Problem, das sich auf das Fernbleiben von Schülern vom Schulunterricht bezieht, ohne triftige Gründe wie Krankheit oder genehmigte Abwesenheit. Diese Form der Schulverweigerung kann verschiedene Ursachen haben wie: Soziale Ängste, familiäre Konflikte, psychische Schwierigkeiten, Leistungsdruck, schulische Unter- oder Überforderung.

Unabhängig von den Gründen ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir uns als sozialpädagogische Fachkräfte der Herausforderung stellen und effektive Ansätze entwickeln. Wir unterstützen diese Schülerinnen und Schüler und auf ihrem Weg zurück in die Schule. Unser sozialpädagogisches Setting kann eine Vielzahl von Unterstützungsmöglichkeiten bieten. Hier sind einige Ansätze und Interventionen:

Frühzeitige Identifizierung und Prävention:

Ein wichtiger erster Schritt besteht darin, gefährdete Schülerinnen und Schüler frühzeitig zu erkennen. Gemeinsam mit Lehrerpersonen, aber auch Schulleitung und Schulpsychologen, müssen wir aufmerksam sein und die Anzeichen von Schulabstinenz erkennen. Hierzu zählen häufiges unentschuldigtes Fehlen, nachlassende schulische Leistungen und auffällige Verhaltensänderungen.

Unsere Sozialpädagog:innen führen mit Schülern regelmässig individuelle Gespräche. Sie können so mögliche Ursachen frühzeitig identifizieren.

Einbezug der Eltern und des sozialen Umfelds:

Die gute Zusammenarbeit mit den Eltern und anderen wichtigen Bezugspersonen ist für die zielgerichtete Unterstützung entscheidend. Um mögliche Ursachen und Dynamiken zu verstehen, und gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln, kommunizieren wir offen und direkt. Zudem kann eine enge Zusammenarbeit mit Beratungsstellen, der Schulsozialarbeit oder Therapeuten sinnvoll sein.

Individuelle Förderung und Anpassung:

Nicht alle Schülerinnen und Schüler fühlen sich im klassischen Schulsystem wohl. Manchmal erfordert Schulabstinenz eine Neubewertung der Lernumgebung und eine Anpassung an individuelle Bedürfnisse. Schulen können heute alternative Lernmethoden oder spezielle Programme anbieten, die den Schülern ein besseres Lernumfeld bieten und ihre Interessen und Talente stärker berücksichtigen. Flexible Lernmodelle, wie z.B. Fernunterricht oder Projektarbeit, können hierbei hilfreich sein.

Stärkung sozialer Kompetenzen:

Soziale Ängste und Unsicherheiten können eine treibende Kraft für Schulabstinenz sein. Pädagogische Ansätze, die darauf abzielen, die sozialen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu stärken, können ihnen helfen, besser mit schwierigen Situationen umzugehen und ein positives Schulklima zu fördern. Soziale Trainingsprogramme, Gruppenaktivitäten und Mentoring-Programme sind nur einige Beispiele für mögliche Massnahmen.

Präventive Massnahmen in der Schule:

Schulen sollten präventive Maßnahmen ergreifen, um das Auftreten von Schulabstinenz zu reduzieren. Dies könnte die Implementierung von Anti-Mobbing-Programmen, Stressbewältigungstrainings und einem schülerfreundlichen Umfeld umfassen. Ein Schulklima, das Akzeptanz und Unterstützung fördert, kann dazu beitragen, dass sich Schülerinnen und Schüler sicher und geschätzt fühlen, was wiederum die Motivation zum Lernen steigert.

René Rinert

Leiter Soziale Einrichtung

René Rinert

Veröffentlicht am

31 Oktober, 2023

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